Wenn wir von Industrielackierung sprechen, geht es selten um Optik. Es geht um Funktion: Korrosionsschutz, chemische Beständigkeit, mechanische Belastbarkeit. Für gewerbliche Kunden aus Schleswig-Holstein – vom Metallbauer aus Nortorf bis zum Landmaschinenbetrieb bei Neumünster – ist eine dauerhafte Beschichtung oft wichtiger als der letzte Millimeter Glanz. In diesem Ratgeber erklären wir, was gute Industrielackierungen ausmacht.
Was unterscheidet Industrielackierung von Autolackierung?
Autolackierungen sind für Personenverkehr, kontrollierte Umgebung und Ästhetik optimiert. Industrielackierungen müssen Umwelteinflüssen dauerhaft standhalten – von UV-Strahlung über Streusalz bis zu chemischer Belastung. Die Schichtdicken liegen typischerweise bei 120–300 µm (im Vergleich zu 100–140 µm im Automotive-Bereich).
Auch die Vorbereitung ist aufwendiger: Sandstrahlen bis Reinheitsgrad Sa 2½, phosphatierende Vorbehandlung oder Zink-Grundierungen sind Standard. Nur so hält die Beschichtung die geforderten 15–25 Jahre unter Praxisbedingungen.
Typische Anwendungen in unserer Werkstatt
In Dätgen lackieren wir regelmäßig Anhänger und Auflieger für Speditionen aus dem Raum Neumünster, Baumaschinen für Bauunternehmen aus Kiel, Landmaschinen für Betriebe zwischen Nortorf und Rendsburg sowie Metallkonstruktionen und Stahlbauteile für Handwerksbetriebe der Region.
Auch Werkzeugmaschinen, Gehäuse und Schaltschränke im Corporate Design gehören zu unserem Portfolio. Wir arbeiten dabei nach den Farbnormen RAL, NCS und Pantone – auf Wunsch auch mit farbmetrischer Dokumentation für Serienlackierungen.
Normen und Qualitätsstandards
Für Korrosionsschutz gilt DIN EN ISO 12944 – die Korrosivitätskategorien C1 (Innenraum) bis C5-M (Meeresatmosphäre, Küste) definieren, welches Beschichtungssystem notwendig ist. Für Fahrzeuge, die in Küstennähe zwischen Kiel und Eckernförde eingesetzt werden, empfehlen wir mindestens C4-Systeme.
Weitere Standards, die wir umsetzen: DIN EN ISO 8501 (Oberflächenvorbereitung), DIN EN ISO 2808 (Schichtdickenmessung) und DIN EN ISO 2409 (Gitterschnittprüfung). Auf Wunsch dokumentieren wir alle Prüfwerte im Abnahmeprotokoll.
Beschichtungssysteme im Einsatz
2K-Epoxid-Grundierungen bieten den besten Korrosionsschutz und sind Standard für Stahlkonstruktionen. Als Deckschicht kommen 2K-Polyurethanlacke zum Einsatz – UV-beständig, chemisch belastbar und in nahezu jedem Farbton verfügbar. Für Sonderanforderungen (Chemieanlagen, Lebensmittelindustrie) arbeiten wir mit spezialisierten Systemen.
Wo möglich, setzen wir wasserbasierte Systeme ein – aus Umweltgründen und weil moderne Wasserlacke den lösemittelbasierten in Standzeit inzwischen ebenbürtig sind.
Kosten und Ablauf für gewerbliche Aufträge
Industrielackierungen kalkulieren wir nach Quadratmeter Fläche, Vorbereitungsaufwand und System. Richtwert für einen einfachen Anhänger: 1.200–2.500 €. Für Serienaufträge oder Rahmenverträge bieten wir Sonderkonditionen. Sprechen Sie unseren Meister direkt an – wir kalkulieren transparent und binnen 48 Stunden.
Für gewerbliche Kunden koordinieren wir auf Wunsch auch An- und Abtransport und arbeiten in Ihrem Fertigungstakt. Referenzen aus der Region stellen wir gerne bereit.
Passende Leistungen bei SH GlanzWerk
Häufige Fragen
▸Übernehmen Sie auch Kleinserien?
Ja. Ab 5 Stück kalkulieren wir mit Serienkonditionen; ab 20 Stück mit farbmetrischer Serienfreigabe.
▸Wie lange hält eine Industrielackierung?
Bei fachgerechter Vorbereitung und C3/C4-System 15–25 Jahre – auch bei rauen Einsatzbedingungen.
▸Können Sie auch verzinkte Teile lackieren?
Ja, mit spezieller Haftgrundierung erzielen wir dauerhafte Ergebnisse auch auf feuerverzinkten Oberflächen.
▸Bekommen wir eine Rechnung mit ausgewiesener MwSt.?
Selbstverständlich. Als Meisterbetrieb rechnen wir vollständig gewerblich ab, inklusive USt-Ausweis.
