Kratzer sind ärgerlich, aber nicht immer ein Fall für die Werkstatt. Entscheidend ist die Tiefe des Kratzers. Ein einfacher Test: Fahren Sie mit dem Fingernagel quer über den Kratzer. Bleibt der Nagel hängen, ist er tief – bleibt er glatt, ist er oberflächlich. Danach entscheidet sich die Reparaturmethode.
Kratzertyp 1 – nur im Klarlack
Diese oberflächlichen Kratzer entstehen z. B. beim Waschen mit einer schmutzigen Bürste, durch Baumzweige oder leichte Berührungen. Sie sind meist mit einer Politur zu entfernen. Für Hobby-Anwender gibt es Politurpasten aus dem Fachhandel, für hartnäckige Fälle Maschinenpolitur beim Profi.
Vorsicht: Wer mit falscher Technik oder zu grober Paste arbeitet, macht den Schaden schlimmer. Der Klarlack ist typischerweise nur 40–60 µm dick – zu viel Materialabtrag führt zu matten Stellen. Im Zweifel: Politur vom Meisterbetrieb.
Kratzertyp 2 – bis in den Basislack
Hier ist die Farbschicht sichtbar beschädigt – der Kratzer wirkt weißlich oder zeigt bereits die Basisfarbe. Eine reine Politur reicht nicht mehr. Möglich sind Lackstifte für kleine Bereiche oder eine Spot-Repair-Behandlung mit gezieltem Lackaufbau und anschließender Nachpolitur.
Ein Lackstift aus dem Zubehörhandel überbrückt zwar optisch, ist aber selten unauffällig. Für unsichtbare Ergebnisse braucht es eine Vorbereitung, Farbtonabgleich und Klarlackaufbau. Kosten beim Fachbetrieb: 120–250 € je nach Größe.
Kratzertyp 3 – bis auf das Blech
Wenn das Metall sichtbar ist, muss schnell gehandelt werden – sonst droht Rost. Notlösung für einige Tage: eine dünne Schicht Klarlack oder Lackstift zum Schutz vor Feuchtigkeit. Danach zeitnah zur Werkstatt, damit der Schaden fachgerecht mit Grundierung, Basislack und Klarlack aufgebaut werden kann.
Solche Reparaturen erledigen wir für Kunden aus Dätgen, Nortorf und dem Umkreis Neumünster meist als Smart Repair oder Teillackierung – je nach Kratzergröße. Kosten typischerweise 180–450 €.
Was Sie besser NICHT tun sollten
Nicht empfehlenswert sind Zahnpasta, Backpulver oder Schleifschwämme – solche Hausmittel-Tipps kursieren im Internet, verursachen aber oft schlimmere Schäden als der ursprüngliche Kratzer. Auch aggressive Schleifpasten aus dem Baumarkt sind für Laien risikoreich.
Ebenfalls kritisch: Lackspray aus der Dose. Der Farbton stimmt nie exakt, die Auftragstechnik ist nicht kontrollierbar und die reparierte Stelle bleibt für immer sichtbar. Wenn schon reparieren, dann richtig.
Passende Leistungen bei SH GlanzWerk
Häufige Fragen
▸Kann ich Kratzer selbst wegpolieren?
Bei oberflächlichen Kratzern im Klarlack ja – mit hochwertiger Politur und weichem Poliertuch. Bei tieferen Kratzern besser zum Profi.
▸Wie viel kostet die Kratzerentfernung beim Profi?
Von 89 € (Kleinreparatur per Politur) bis 450 € (Spot Repair mit Lackaufbau). Wir beraten Sie kostenlos vor Ort.
▸Hält die Reparatur dauerhaft?
Ja, bei professioneller Ausführung mit Premium-Materialien ist die Reparatur genauso dauerhaft wie die Originallackierung.
▸Zahlt die Versicherung?
Nur bei nachweisbarem Schadensereignis (Vandalismus, Verkehrsunfall). Kratzer unbekannter Herkunft sind meist Selbstzahler.
